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In Mönchengladbach beginnt der Kampf um das Grüne Trikot
Das Gelbe Trikot des Gesamtführenden ist der Traum aller Radprofis, aber bei der Tour de France gibt es weitere Trikots, mit denen die Radsportler für unterschiedliche Leistungen auf der Strecke belohnt werden. Das Gepunktete Trikot beispielsweise ist reserviert für den stärksten Bergfahrer der Tour, das weiße für den besten Nachwuchsfahrer. Beide Trikots werden in Mönchengladbach noch keine Rolle spielen. Das begehrte Grüne Trikot indes ist für den Führenden in der Sprintwertung reserviert. Gezählt werden Zwischensprints und der Massensprint am Ende einer Flachetappe. Für Mönchengladbach hat das grüne Trikot eine besondere Bedeutung, da der erste Zwischensprint der Tour in der Vitusstadt stattfinden wird. In der Bismarckstraße können die Sprintprofis demnach ihre ersten Punkte einfahren. Auf einer Flachetappe erhält der Sieger in einem Zwischensprint 20 Punkte und die ersten 15, die über die Sprintlinie fahren, ebenfalls Punkte in absteigender Wertung. Bei jedem Zwischensprint gibt es zudem 1.500 Euro für den Sieger und 1.000 beziehungsweise 500 Euro für die Nächstplatzierten.

Wie läuft ein Sprint bei der Tour ab?
Sofern es keine Ausreißergruppe gibt, also Fahrer, die schon in der Frühphase einer Etappe dem Hauptfeld davongefahren sind, bringen die Teams ihre Sprinter kurz vor der ersten Sprintwertung in Position. Da der erste Zwischensprint einer Tour für die Sprint-Asse eine besondere Bedeutung hat, wird das Hauptfeld mit großer Wahrscheinlichkeit bis Mönchengladbach zusammenbleiben. Bereits hunderte Meter vor der eigentlichen Sprintmarke beginnen die taktischen Vorbereitungen. Im Windschatten anderer Fahrer lauern die besten Sprinter auf ihre Chance. Diese Disziplin beherrscht Peter Sagan (Slowakei) wie kein Zweiter. Er hat in den letzten fünf Jahren das Trikot bis nach Paris getragen und wird sich – sofern er wieder mit dabei ist – auch bei der ersten Sprintwertung in Mönchengladbach zeigen.

Erst 200 Meter vor der Sprintlinie beginnt der eigentliche Massensprint. Dann geht es um Kraft und Können. Die Fahrer werden auf dem Flachstück an der Bismarckstraße Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 75 km/h erreichen. Keine ungefährliche Sache, denn wenn ein Sprinter einen anderen touchiert, hat es in der Vergangenheit schon üble Massenstürze gegeben. Nicht wenige Sprinter mussten aufgrund solcher Vorfälle die Tour schon frühzeitig beenden. „Man darf sich keinen Kopf machen, wenn man sprintet. Irgendwie erwägen, dass es knallen könnte, ist tabu“, erklärte Radprofi Marcel Kittel mal in einem Interview. Die Sprintstrecke an der Bismarckstraße hat aus diesem Grund auch Absperrgitter, um den Fahrern und Zuschauern eine größtmögliche Sicherheit zu garantieren.

Erik Zabel der erfolgreichste Sprinter
Die deutschen Teilnehmer haben bei der Sprintwertung in der langen Tour-Geschichte immer eine gute Rolle gespielt. Der erfolgreichste Fahrer aller Zeiten ist Erik Zabel. Er hat das Grüne Trikot insgesamt sechsmal gewonnen. Olaf Ludwig und Rudi Altig standen ebenfalls schon im Grünen Trikot in Paris auf dem Podium. Peter Sagan könnte dieses Jahr mit Erik Zabel gleichziehen. Mit einem Sprintsieg in Mönchengladbach könnte er den Grundstein für eine erfolgreiche Titelverteidigung legen.

Post Author: BD

Seit 2002 bei der Marketing Gesellschaft Mönchengladbach mbH tätig. Verantwortlich für die Bereiche Social Media, Marketingservice und die Redaktion von dem Veranstaltungsmagazin MG aktuell

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